header1.png

Vor allem im Nahbereich kann es bei eingebauten Blitzgeräten oder Aufsteckblitzgeräten zu Problemen durch die Abschattung des Blitzlichts durch das Objektiv (insbesondere bei SLR-Kameras) kommen.

Ausgenommen hiervon sind lediglich Kameras, bei denen das Objektiv nicht hervorsteht bzw. nicht ausfährt. Dies ist besonders bei einigen besonders kompakten digitalen Kameras der Fall. Unter diese Kategorie fallen auch einige sehr preiswerte Modelle, die eine z. T. überraschend hohe Qualität von Makroaufnahmen mit dem eingebauten Blitzgerät erlauben.

Flash_AF-160FC_off__K20D_art-kl

Neben den klassischen Aufsteckblitzgeräten gibt es für den Nahbereich spezielle Blitzgeräte, mit denen eine schattenfreie Ausleuchtung erreicht werden kann. Hierzu zählen Zangenblitzgeräte und Ringblitze. Beim Zangenblitz sind zwei Blitzlichter vor dem Objektiv beweglich positioniert. Dadurch wird eine Abschattung durch das Objektiv verhindert. Die Reflektoren sind beweglich angeordnet. Dadurch kann die Ausleuchtung gesteuert werden. Ringblitze hingegen besitzen einen kreisrunden Reflektor, der um das Objektiv auf Höhe der Fronlinse angebracht ist. Dadurch wird eine schattenfreie Ausleuchtung erreicht. Eine Steuerung der Lichtrichtung wie bei Zangenblitz ist hierbei nicht möglich. Mit dem Siegeszug der LED-Technik haben sich mittlerweile auch Ringlichter (Dauerlicht) etabliert. Die Helligkeit dieser Lichtquellen liegt bisher unter der von Blitzgeräten, was jedoch im Nahbereich kaum zu Problemen führen sollte. Sowohl Zangenblitze, Ringblitze oder Ringlichter werden auch bei sehr schwierig zugänglichen Motiven (z. B. in der Dentalfotografie) im Nahbereich und in der Makrofotografieerfolgreich eingesetzt.

Für Produktfotos im Nahbereich empfiehlt sich je nach Größe der zu fotografierenden Objekte ein Lichtzelt. Dieses wird von außen beleuchtet und sorgt für eine weiche Ausleuchtung.

Häufig sind Blitzgeräte im Nahbereich zu hell. Eine Blitzbelichtungskorrektur kann Abhilfe schaffen. Unter Umständen können Sie auch mit Streuscheiben oder mit Filtern oder anderen halbtransparenten Objekten vor dem Blitzreflektor die Blitzhelligkeit reduzieren. Auch eine manuelle Blitzsteuerung und die manuelle Steuerung (Betriebsmodus „M“) der Kamera kann angebracht sein. Der Vorteil hierbei ist, dass die Schärfentiefe über die Blende gesteuert werden kann. Sollte lediglich die Schärfentiefe zu kontrollieren sein, so kann auch mit der Zeitautomatik (A, AV) gearbeitet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass viele Kameras hierbei eine Langzeitsynchronisation nutzen und es hierbei zu Verwacklungen kommen kann. Daher und aufgrund der geringen Schärfentiefe im Nahbereich sollten Sie dabei ein Stativ verwenden.

 

Die folgende Aufnahme wurde mit einem Ringblitz ausgeleuchtet. Dieser bewirkt eine weiche, schattenfreie Ausleuchtung. Die Reflexion im Auge ist typisch für einen Ringblitz.

Makro-Auge

Ringblitz - Auge

Techn. Grundlagen

Login

Zum Seitenanfang