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Früher war das Anfertigen einer Kopie (Repro) eine aufwendige Sache, heute reicht ein einfacher Klick und schon werden die gewünschten Daten an den ausgewählten Ort kopiert. Dennoch passiert es häufig, dass Fotografen über einen Datenverlust klagen.

Früher war das Anfertigen einer Kopie (Repro) eine aufwendige Sache, heute reicht ein einfacher Klick und schon werden die gewünschten Daten an den ausgewählten Ort kopiert. Dennoch passiert es häufig, dass Fotografen über einen Datenverlust klagen. Dies hängt häufig mit einem ungenügenden Archivierungs- und Sicherungssystem zusammen. Sichern ist eine Aufgabe, um die sich viele Fotografen nur wenige Gedanken machen – bis es zu spät ist und die wichtigen Fotos weg sind.

 

Die Erste Regel beim Umgang mit Computern!

Sichern, Sichern, Sichern…

 

  • Gründe für einen Datenverlust gibt es zahlreiche
    • Defekte Festplatte, defekte CD/DVD, defekte Speicherkarte
    • Bilder wurden versehentlich gelöscht
    • Karte wurde unbeabsichtigt formatiert
    • Originalbild wurde überschrieben
    • Viren
    • Sonstige technische Probleme bei Soft- und/oder Hardware

Die Bilder in der digitalen Fotografie können somit unter Umständen deutlich empfindlicher für einen Totalverlust als in der analogen Fotografie sein. Die Datensicherung (auch wenn ich mich wiederhole) sollte daher ein ganz wesentlicher Bestandteil des Workflows in der Fotografie sein.

 

 

  • Wie können die Bilddateien gesichert werden?
    • Beim Überspielen der Bilder von der Karte auf den Computer (vor dem Löschen der Speicherkarte) überprüfen, ob die Dateien auch vollständig im gewählten Ziel-Verzeichnis vorhanden sind
    • Speichern Sie Ihre Bilder in Ordnern mit aussagekräftigen Namen
    • Benennen Sie Ihre Bilder mit aussagekräftigen Namen um
      • Funktioniert gut mit folgenden Bildbetrachtungsprogrammen
    • Sicherung auf einen weiteren Datenträger (CD, DVD, Festplatte)
      • Speichern auf CD, DVD
        • CDs und DVDs sind sehr preisgünstig
        • Die Sicherung über diese Medien ist vor allem bei kleineren Bildbeständen oder als Zweitsicherung für die Rohdaten interessant
        • Hierbei muss jedoch neben einer guten Qualität des Datenträgers auch auf eine kühle, dunkle, trockene Lagerung geachtet werden
        • Von Zeit zu Zeit sollten diese Datenträger auf ein neues Medium kopiert werden – Die Zeitangaben für die Lagerungsfähigkeit variieren sehr, daher wird an dieser Stelle keine pauschale Zeitangabe genannt
        • Informationen zur Qualität dieser Datenträger finden sie z. B.
      • Sicherung auf Festplatte
        • Diese Sicherung können Sie manuell vornehmen, indem sie die Kopierfunktionen Ihres Dateibrowsers (meist Windows-Explorer) verwenden
        • Sie können auch spezielle Software zur Sicherung von Daten verwenden – mit diesen Programmen können sie ganze Verzeichnisse bequem mit z. B. einem zweiten Festplattenlaufwerk synchronisieren
          • z. B. TrayBackup - Freeware bei privater Nutzung – Mit diesem Programm lassen sich Dateien, Ordner oder Laufwerke komfortabel sichern
          • Auch Bildverwaltungsprogramme wie z. B. der Photoshop Elements Organizer bieten Sicherungsoptionen
        • Kosten für externe Festplatten sind in den letzten Jahren stark gesunken. Der Vorteil einer Sicherung über eine externe Festplatte ist, dass die gesamte Ordnerstruktur ohne großen Aufwand gesichert werden kann und das Wiederherstellen der Daten sehr komfortabel ist.
          • Achten Sie auf die benötigte Größe der Festplatte (hier am besten einen guten Puffer einplanen)
          • Externe Festplatten verfügen über unterschiedliche Übertragungsmöglichkeiten, die je nach Nutzung Vor- bzw. Nachteile mit sich bringen
            • USB 2.0 (Standard)
            • Netzwerk
            • LAN
      • Cloud-Speicherdienste
        Diese bieten eine weitere Möglichkeit der Sicherung. Die Vor- und Nachteile werden in dem Artikel – Sicherung in der Cloud!? – aufgezeigt
    • Überprüfen Sie ob die Dateien fehlerfrei auf den Sicherungsmedien vorhanden sind
    • Denken Sie daran, dass die unterschiedlichen Speichermedien Alterungsprozessen unterworfen sind und die Sicherung evtl. im Abstand von wenigen Jahren wiederholt werden muss
    • Lagern Sie ihre Sicherungsmedien an einem anderen Ort
    • Bei der Bildbearbeitung sollten Sie darauf achten, dass Sie die Originaldatei nicht überschreiben – Arbeiten Sie mit Kopien des Originals!

 

 

Neben der Sicherung der Daten und der bereits vorgestellten Möglichkeit einer rudimentären Bildverwaltung über entsprechende Ordner- und Dateinamen empfiehlt sich vor allem bei größeren Bildbeständen die Arbeit mit einem Bildverwaltungsprogramm (im Idealfall als Bilddatenbanklösung - weil schneller). Hierbei können die Bilder mit entsprechenden Stichwörtern (Keywords), Wertungen und weiteren Metadaten (z. B. GPS) versehen werden. Anschließend ist eine relativ schnelle Suche und Sortierung nach diesen Informationen möglich. Eine Exportfunktion, die diese Daten in den Header der Bilddateien überträgt, ist vor allem für eine professionelle Nutzung in Verbindung mit Bildagenturen sinnvoll.

 

  • Bildverwaltungsprogramme
    • Adobe Photoshop Elements Organizer (eher für den ambitionierten Amateur) – weitere Infos finden Sie hier
    • Apple Aperture (professionelle Lösung) – weitere Infos finden Sie hier
    • Adobe Lightroom (professionelle Lösung) – weitere Infos finden Sie hier

 

  • Was kann man bei einem Datenverlust tun?
    • Defekte Karten und Laufwerke
      • gar nicht mehr zu lesen (Das Medium wird in diesem Fall weder von Kamera noch vom Computer erkannt - hier helfen nur noch Spezialanbieter zur Datenwiederherstellung – Diese sind in der Regel jedoch relativ teuer)
      • Formatfehler wird angezeigt (Kamera zeigt eine Meldung, dass die Karte nicht formatiert sei)
        • Versuchen, die Daten auf der Karte über ein Kartenlesegerät auszulesen
    • Software zum Wiederherstellen von Dateiträgern

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