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Sowohl im Sucher als auch auf dem Display ist es nicht immer leicht abzuschätzen, ob die Fokussierung (Entfernungseinstellung) auf dem gewünschten Bilddetail liegt. Hierfür bieten digitale und analoge Kameras je nach Typ und Hersteller verschieden Hilfen an, z. B. Schnittbildindikator, Suchermattscheibe, Sucherlupe, Fokusfelder, Bildschirmlupe. Im Folgenden finden Sie Informationen über diese Hilfsmittel bei der manuellen Fokussierung.

 

Schnittbildindikator / Suchermattscheibe (digital und analog)

Schnittbildindikatoren sind ein sehr gutes Hilfsmittel bei der manuellen Fokussierung, sie sind sowohl bei digitalen als auch bei analogen Spiegelreflexkameras zu finden. Während dieses Ausstattungsmerkmal bei Kameras mit ausschließlich manueller Fokussierung lange Zeit zum Standard gehörte, ist der Schnittbildindikator nur noch als Spezialzubehör (spezielle Suchermattscheibe) für hochwertige digitale Spiegelreflexkameras erhältlich.

Der große Vorteil bei der Fokussierung anhand eines Schnittbildindikators ist, dass dies auch bei sehr schlechten Lichtbedingungen funktioniert. Die Bedienung ist denkbar einfach. Der zentrale Schnittbildindikator wird zunächst auf das zu fokussierende Objekt gerichtet. Durch Drehen des Fokusrings am Objektiv werden die beiden Schnittbilder zusammengeführt.

Je nach Anwendungsbereich werden je nach Kameramodel weitere Mattscheiben angeboten, z. B. Gittermattscheiben mit Gitternetzlinien zur Ausrichtung, Mikroprisma-Mattscheiben.

 

Beispiel 1: Schnittbildindikator – Falsche Fokussierung

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Hände eines Fischers - Ägypten - Alexandria

 

Beispiel 2: Schnittbildindikator – Richtige Fokussierung

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Hände eines Fischers - Ägypten - Alexandria

 

Sucherlupe

Ein weiteres Hilfsmittel für eine exakte Fokussierung ist die Sucherlupe. Diese wird auf den Sucher aufgesteckt und vergrößert einen Teil des Suchers. Dies ist vor allem bei optischen Suchern von Spiegelreflexkameras sinnvoll, da bei digitalen Suchern die Auflösung des Sucherbildes nicht verbessert wird. Mithilfe einer Sucherlupe kann eine sehr genaue Entfernungseinstellung erreicht werden. Dies ist vor allem bei geöffneter Blende und/oder bei Nah- bzw. Makroaufnahmen wichtig, da hier die sehr geringe Schärfentiefe in Verbindung mit einer ungenauen Fokussierung schnell zu einer unscharfen unbrauchbaren Aufnahme führen kann.

 

 

Fokusfelder

Einige Spiegelreflexkameras unterstützen den Fotografen auch bei manueller Fokussierung mit dem Autofokussystem. Dabei leuchten jeweils die Fokusfelder auf, die das Autofokussystem der Kamera als richtig fokussiert einstuft.

 

Beispiel – Unterstützung durch Autofokussystem

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Gleiskörper und Oberleitungen - Deutschland - Regensburg

 

Hierbei handelt es sich um ein sehr komfortables Instrument der Fokuskontrolle. Bei einigen Motiven, kann diese Anzeige jedoch zu falschen Ergebnissen führen, vor allem wenn sich mehrere Bildebenen transparent überlappen (siehe Beispiel zur manuellen Fokussierung). Auch ein sehr geringer Motivkontrast bzw. eine sehr schlechte Beleuchtung können diese Fokussierungshilfe unbrauchbar machen.

 

 

Bildschirmlupe (digital)

Häufig reicht die Auflösung des Displays oder des Sucher nicht aus, um eine exakte Fokussierung durchzuführen. Bei Digitalkameras mit LiveView-Modus steht daher meist eine weitere Fokussierungshilfe zur Verfügung, die Bildschirmlupe. Dabei wird ein Teil des elektronischen Sucherbildes bzw. des Monitors im LiveView-Modus genutzt, um einen Bildausschnitt vergrößert darzustellen. Die Ausschnittsvergrößerung erleichtert eine exakte Entfernungseinstellung. Vor allem bei sehr schlechten Lichtbedingungen kann die Qualität des Sucherbildes sehr schlecht sein. In diesen Fällen leidet auch die Darstellung der Sucherlupe. Sollte keine Fokussierung anhand des Sucherbilds möglich sein, so könnte eine Messung der Entfernung oder eine Hilfsbeleuchtung für den Zeitraum der Fokussierung eine Lösung bieten.

 

Beispiel - Bildschirmlupe

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Schlucht - Spanien - Mallorca

 

 

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