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Während eine Verkleinerung von Bilddateien meist problemlos möglich ist, stellt eine Vergrößerung der Auflösung von Bildern ein Problem dar. Daher sollte vor allem bei der Vergrößerung (Interpolation) von Fotos auf das richtige Verfahren und die geeignete Software geachtet werden.

Das Verkleinern von Bildern, um diese z. B. für Internetanwendungen auf eine nutzbare Größe zu reduzieren, ist mit fast jedem auf dem Markt befindlichen Bildbetrachtungs- und Bildbearbeitungsprogramm möglich. Hierzu kann auch problemlos auf Free- oder Shareware zurückgegriffen werden. Viele dieser Programme bieten hervorragende Stapelverarbeitungsmöglichkeiten, um auch größere Bildbestände bequem auf die gewünschte Größe zu reduzieren. Auch weitere Bearbeitungsschritte wie das Einfügen von Wasserzeichen, Copyright-Vermerken, Veränderungen der Farbe oder des Kontrasts lassen sich in einem Arbeitsschritt erledigen.

Programme

  • Irfanview
  • Faststone Imageviewer

Deutlich problematischer gestaltet sich das „Großrechnen“ (Interpolieren) von Bilddateien. Hierbei werden von den Programmen Pixel hinzugerechnet, ohne dass dem Programm tatsächlich reelle Bildinformationen bzw. weitere Bilddetails zur Verfügung stehen. Die Programme errechnen die zusätzlichen Pixel anhand der umliegenden, im Ausgangsbild vorhandenen Informationen (Interpolation). Ein Interpolieren von Bildern auf 200% des Ausgangsfotos ist bei entsprechendem Ausgangsmaterial (vor allem geringes Bildrauschen) und der entsprechenden Technik meist relativ problemlos möglich. Doch sei hier nochmals darauf hingewiesen, dass keine zusätzlichen Bildinformationen hinzugerechnet werden, sondern nur die Bildgröße unter Vermeidung von weiteren Bildstörungen (z. B. Sichtbarwerden von Treppenstufen an Linien) erhöht wird, um die Aufnahme für eine großformatigere Verwendung nutzbar zu machen. Bei Motiven, die von ihrem Detailreichtum leben kann das Fehlen der Bilddetails bei interpolierten Bildern schnell sichtbar werden (z. B. Detailreiche Landschaftsaufnahmen - siehe Beispielbilder). Bessere Möglichkeiten der Vergrößerung bieten Fotos aus dem Nah- oder Portraitbereich. Bei diesen Bildern wird vom Betrachten meist ein etwas größerer Betrachtungsabstand eingenommen und das Fehlen von Bilddetails (z. B. Hautporen) werden vom Betrachter weniger stark als Qualitätsmangel betrachtet als eine fehlende Zeichnung, z. B. im Blätterdach.

Methode zum Vergrößern / Interpolieren
Um eine Treppenbildung bei der Interpolation zu vermeiden, sollte das Berechnungsverfahren „Bikubisch glatter“ verwendet werden. Dieses Verfahren steht leider nicht in jedem kostenlosen Programm zur Verfügung. Ein Nachteil dieser Berechnungsmethode ist, dass die Bilder evtl. etwas unscharf werden. Dies kann jedoch mit einer vorsichtigen Schärfung (Methode unscharf maskieren) behoben werden. Neben den klassischen Bildbearbeitungsprogrammen, z. B. Photoshop, Photoshop Elements ..., gibt es auch Programme, die auf die Bildvergrößerung spezialisiert sind. Diese Programme bieten zum Teil noch ausgefeiltere Algorithmen zur Interpolation an.

  • PhotoZoom
  • Genuine Fractals

Beide Bilder wurden auf 400% der Ausgangsgröße (Photoshop - Methode - Bikubisch glatter) vergrößert und nachträglich geschärft (Photoshop - Methode - unscharf maskieren). Die Qualität der Landschaftsaufnahme ist deutlich schlechter als die des Kinderportraits. Dies liegt daran, dass bei detailreichen Motiven der Mangel an Bildinformationen durch zu geringe Ausgangsauflösung und nachträglicher Interpolation viel stärker vom Betrachter wahrgenommen wird.

 

Vergrößerung auf 400%

Kinderportrait - Kuba 2008
Kinderportrait - Kuba 2008

 

Vergrößerung auf 400%

Lanschaft mit Palmen und Meer - Kuba 2008
Landschaft mit Palmen und Meer - Kuba 2008

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