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Das Sichern der Datenbestände wird meist so lange vergessen, bis es zu spät ist und diese unwiederbringlich verloren sind. Auch moderne Datenspeicher wie Festplatten und Speicherkarten können kaputtgehen. Daher lohnt es sich, rechtzeitig ein sog. Backup zu machen. Als Speichermedien bieten sich je nach Datenvolumen verschiedene Datenträger an, externe Festplatten, CDs, DVDs, USB-Sticks ...

Für große Datenbestände bieten sich vor allem externe Festplatten an, diese gibt es in verschiedenen Baugrößen, in 3,5 und 2,5 Zoll. Der Vorteil der externen 2,5 Zoll Platten liegt darin, dass Sie ihren Strombedarf über den USB-Anschluss decken und somit im Gegensatz zu den externen 3,5 Zoll Laufwerken kein separates Netzteil benötigen. Externe Festplatten mit 2,5 Zoll sind dadurch sehr bequem zu handhaben, sie sind jedoch langsamer als vergleichbare 3,5 Zoll Laufwerke. Vor allem bei großen Datenbeständen sollten Sie auf die Übertragungsrate des verwendeten Anschlusses achten. Neben USB 2.0 etabliert sich langsam das deutlich schnellere USB 3.0. Neben USB-Anschlüssen finden sich z. T. auch Firewire oder eSATA.

Bei der Sicherung von Daten werden verschiedene Formen unterschieden. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile der jeweiligen Sicherungsmethoden kurz erläutert.


Vollsicherung


Bei der Vollsicherung werden bei jedem Sicherungsvorgang alle Daten neu auf das Sicherungsmedium übertragen.

  • Vorteil
    • Vor allem bei kleinen Datenbeständen eine einfache und relativ schnelle Sicherungsmethode.
    • Leichte Handhabung
    • Keine zusätzliche Software notwendig, kann über den betriebssystemeigenen Dateibrowser (z. B. Windows-Explorer bei Windows) durchgeführt werden
  • Nachteil
    • Dauert unter Umständen lange (abhängig vom zu sichernden Datenvolumen)

 

Differenzielle Sicherung

Wenn die Vollsicherung aufgrund der großen Datenbestände zu lange Zeit benötigt, dann ist für viele Anwender die differenzielle Sicherung die erste Wahl, da bei dieser Methode eine wiederholte Sicherung deutlich schneller abgeschlossen wird. Bei der differenziellen Sicherung werden die Datenbestände des zu sichernden Laufwerks und dem Sicherungsdatenträger verglichen. Dabei wird vom Sicherungsprogramm untersucht, ob neue Dateien und Ordner hinzugekommen sind und ob Daten und Ordner verschoben oder gelöscht wurden.

Bei diesem Verfahren werden alle Daten gespeichert, die seit der letzten Komplettsicherung geändert wurden oder neu hinzugekommen sind. Es wird also immer wieder auf der letzten Komplettsicherung aufgesetzt.

  • Vorteil
    • Man spart gegenüber einer neuen Vollsicherung Speicherplatz und Zeit.
    • Zum Wiederherstellen der Dateien ist kein zusätzliches Programm notwendig, da die Daten über die Dateiverwaltung geöffnet bzw. verschoben werden können.
    • Viele Anwender schätzen die gute Kontrollmöglichkeit, die Schnelligkeit der Sicherung und die Möglichkeit die gesicherten Datenträger an anderen Computern einfach zu öffnen.
  • Nachteil
    • Software notwendig (es gibt jedoch sehr gute kostenlose Programme)

  • Geeignete Programme

 

Inkrementelle Sicherung

Bei dieser Sicherung werden immer nur die Dateien gespeichert, die seit der letzten inkrementellen Sicherung geändert wurden oder neu hinzugekommen sind. Es wird also immer auf der letzten inkrementellen Sicherung aufgebaut.

  • Vorteil
    • Ersparnis von Zeit und Speichervolumen (vergleichbar mit differenzieller Sicherung)
    • Kann auf mehreren Datenträgern z. B. DVD erfolgen
  • Nachteil
    • Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass bei einer Wiederherstellung die Daten in der Regel aus mehreren Teilen wieder zusammengesucht werden müssen und dass die Sicherungssoftware auch zur Wiederherstellung der Daten benötigt wird.
    • Z. T. kann die Wiederherstellung recht aufwendig sein.

 

Image oder Speicherabbild

Eine weitere Möglichkeit ist ein Image (Speicherabbild). Diese Technik bietet vor allem dann Vorteile, wenn der gesamte Datenträger incl. Programme und System gesichert werden soll. Weitere Infos hierzu finden Sie unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Speicherabbild .

 

Zusammenfassung

Für welche Sicherungsmethode Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Wichtiger als die Sicherungsmethode ist das Sicherungsintervall. Überprüfen Sie die Sicherungsdateien auf Vollständigkeit und auch, ob Sie auf die gesicherten Dateien zugreifen können. Ich arbeite mit differenziellen Sicherungen und habe mit dem „SyncToy“ gute Erfahrungen gemacht. Meine Laufwerke werden in der Regel dreifach gesichert, wobei eine Sicherung jeweils an einem andere Ort gelagert wird, dadurch sind die Bestände auch bei Einbruch, Feuer oder anderen Ereignissen gesichert.
Bei der Bildbearbeitung sollten Sie immer mit Kopien der Originalbilder arbeiten, denn so kann bei Qualitätseinbußen und Problemen bei der Bildbearbeitung wieder auf die Originaldatei zurückgegriffen werden. Und noch ein Tipp – sichern, sichern, sichern! Sichern Sie ihre Daten auf mindestens zwei, besser drei verschiedenen Datenträgern.

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