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… es fällt mir schwer, die Kamera nicht auf eine Reise mitzunehmen. Es ist wie eine Sucht, eine Abhängigkeit. Allein der Gedanke, auf ein phantastisches Motiv ohne Kamera zu stoßen, ohne eine Kamera dabei zu haben, macht mich nervös. Aber auch das Warten auf ein Motiv, das mich fesselt, ohne dass ich aktiv danach suche, fällt schwer. Der suchende Blick bleibt, solange die Kamera greifbar ist. Vielleicht sollte ich das Experiment wagen und die Kamera zuhause lassen, doch auch an die Reisegefährten wäre diese Bitte zu stellen …

Fotografen-Blues - Reisetagebucheintragungen eines Fotografierenden in drei Teilen

… es fällt mir schwer, die Kamera nicht auf eine Reise mitzunehmen. Es ist wie eine Sucht, eine Abhängigkeit. Allein der Gedanke, auf ein phantastisches Motiv ohne Kamera zu stoßen, ohne eine Kamera dabei zu haben, macht mich nervös. Aber auch das Warten auf ein Motiv, das mich fesselt, ohne dass ich aktiv danach suche, fällt schwer. Der suchende Blick bleibt, solange die Kamera greifbar ist. Vielleicht sollte ich das Experiment wagen und die Kamera zuhause lassen, doch auch an die Reisegefährten wäre diese Bitte zu stellen …

… ich glaube, dass eine Reise ohne Kamera eine sehr interessante Reise wäre, die nur viele neue Erlebnisse bescheren könnte und die mich vom isolierten Betrachten zum Erzählen führen könnte …

… der Puls geht hoch, ich habe das Gefühl bessere Bilder zu machen. Aggressiver und angriffslustiger. Die Fotografie wird Versenkung, wird Meditation …

… ich bin überzeugt, dass sich jeder Reisefotograf oder Bildjournalist - unabhängig seiner moralischen Ansichten - schon einmal eine Tarnkappe gewünscht hat, um unbemerkt das Foto seines Lebens machen zu können oder um die Motivsituation nicht durch die soziale Auseinandersetzung, und wenn es nur die Bitte um Erlaubnis ist, zu zerstören …

… Klaviermusik, Kinder schreien es ist Nacht und die Blüten fallen auf den blanken Betonboden der Dachterrasse. Wind, nur ein leichter Hauch. Und auch der Mond nimmt wieder zu. Die Sichel liegt und bildet eine Schüssel. In der Wiege wächst das Kind …

… dieses emotionale Auf und Ab ist ein weiteres Argument für ein schnelles Abarbeiten der Fotos und für eine ausführliche Pause mit der Fotografie …

… kaum ist die Kamera weg, ist wieder Zeit zum Schreiben …

… die Grenzen meiner fotografischen Möglichkeiten. Bis heute kann ich nur fotografieren, was ich sehe…

… manchmal müssen sich Bilder in den Geist brennen können. Zum einen, weil nicht jedes Bild gemacht werden kann und zum anderen, ist dies der beste Ort für die Bilder und nicht die Festplatte des PCs. Einiger dieser Bilder wird man viele Jahre später tatsächlich auf Film bzw. auf den Speicher bannen, doch das ist nebensächlich. Der Geist wird an den Bildern arbeiten, er wird sie langsam perfektionieren, so wie ein Künstler sein Werk immer wieder überarbeitet …

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