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Die Beleuchtung des Motivs durch künstliche Lichtquellen wird in der Fotografie als Kunstlicht bezeichnet. Dieses Licht weist je nach Beleuchtungsquelle unterschiedliche Charakteristika in Bezug auf Farbtemperatur und Abstrahlungsfläche. Beides ist für die Fotografie von Bedeutung. Die farbliche Zusammensetzung (Farbtemperatur, Wellenlänge) des Lichts beeinflusst die Wiedergabe der Motivfarben. Es können starke Farbunterschiede zwischen den einzelnen Beleuchtungsquellen auftreten, die mit der natürlichen Wahrnehmung mit dem bloßen Auge wenig gemein haben. Schwierig wird es insbesondere dann, wenn eine farbrichtige Darstellung (z. B. Reproduktionen von Kunstwerken) gefordert wird. In diesen Fällen zahlt sich manueller Weißabgleich und entsprechendes Farbmanagement aus.

Fenster - Aufnahme mit verschiedenen Kunstlichtquellen und Restlicht in der blauen Stunde
Fenster - Aufnahme mit verschiedenen Kunstlichtquellen und Restlicht in der blauen Stunde

Doch nicht immer wird ein Weißabgleich mit einer neutralen Farbanpassung gefordert. Im folgenden Fall sehen Sie zwei Aufnahmen, die vom Feuer- bzw. Kerzenschein erleuchtet werden. In beiden Fällen hat die rötliche Darstellung der Kannen nur wenig Bezug zur realen Objektfarbe, doch steht hier das warme Licht im Vordergrund. Diese Darstellung wird der Atmosphäre zu Aufnahmezeitpunkt deutlich mehr gerecht, als es unter Anwendung des Weißabgleichs mit einer entsprechenden Korrektur der Fall wäre.

Beide Aufnahmen wurden auf Tageslicht-Dia-Film aufgenommen. Die Tageslicht-Weißabgleicheinstellung führt bei Digitalkameras zu vergleichbaren Ergebnissen.

Lagerfeuer – Tunesien – 1999

Lagerfeuer – Tunesien – 1999

Teekannen - Marokko - 1992

Teekannen - Marokko - 1992

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