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Die Mützen, Schals und Mäntel werden wieder ausgepackt, langsam macht man sich Gedanken, wo man den Schlitten oder die Skiausrüstung im vergangenen Frühjahr verstaut hat. Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit bietet der Fototipp von Kleine-Fotoschule.de Informationen, Tipps und Inspiration zum Fotografieren im Winter. In diesem Artikel finden Sie grundlegende Informationen zum Thema. Der demnächst folgende Foto-Tipp „Winterbilder 2“ bietet Ihnen Beispielfotos und Tipps zur Motivsuche und Bildgestaltung.


Matterhorn mit Pistenmarkierung - Kanton Wallis – Schweiz - 2010 Matterhorn mit Pistenmarkierung - Kanton Wallis – Schweiz - 2010

 

Das sollten Sie beim Fotografieren im Winter beachten!
Belichtung und Weißabgleich
Fotografieren im Winter ist nicht immer einfach. Sowohl die Belichtungsmessung als auch der Weißabgleich können dabei an ihre Grenzen stoßen. An sonnigen Tagen hat der Fotograf oft mit sehr hohen Kontrasten zu kämpfen. Die Helligkeitsunterschiede zwischen Licht- und Schattenpartien können schnell den Dynamikbereich der Kamera überfordern und so für ausgefressene (überbelichtete) Lichter und unterbelichtete (abgesoffene) Schatten sorgen. Auf der anderen Seite kann Schnee auch für eine günstige Aufhellung durch seine reflektierende Wirkung sorgen. Große helle Flächen können den Belichtungsmesser irritieren und zu unterbelichteten Fotos führen, da der Belichtungsmesser auf einen mittleren Grauwert geeicht ist, der von den hellen Schneeflächen abweicht. Sie sollten daher der Belichtung ein besonderes Augenmerk schenken. Bei Bedarf sollten Sie mit einer Belichtungskorrektur gegensteuern. Eine Korrektur von + 1 EV ist oft bereits ausreichend, einen Standardkorrekturwert gibt es jedoch nicht. Das Histogramm und/oder die Über- und Unterbelichtungswarnung leisten bei der Beurteilung der Belichtung gute Dienste.

Neben der Belichtungsmessung kann auch der automatische Weißabgleich der Kamera an seine Grenzen stoßen. Vor allem in Schattenpartien kann es leicht zu einem Blaustich kommen. Mein Tipp für alle, die eine Kamera mit RAW-Format verwenden: Nutzen Sie das RAW-Format! Dieses bietet ihnen deutlich mehr Korrekturmöglichkeiten als das JPG-Format. Sie können z. B. im RAW-Format eine verlustfreie Korrektur des Weißabgleichs im RAW-Konverter vornehmen. Viele Amateurkameras bieten ein spezielles „Winter-Motivprogramm“. Diese Einstellung bietet eine gute Alternative für ungeübte Fotografen.

 

 

Akkus und Batterien!
Nehmen Sie genügend Ersatzakkus mit. Bei niedrigen Temperaturen sinkt die Leistung von Akkus. Die Ersatzakkus sollten Sie möglichst nahe am Körper aufbewahren, damit die Akkus warmgehalten werden.

 

Achtung Kälte!
Extreme Kälte könnte der Ausrüstung auch schaden, Sie sollten die Ausrüstung daher nicht unnötig lange starken Minustemperaturen aussetzen. Die Bedienungsanleitung ihrer Kamera sollte im Bereich technische Daten Informationen zu den empfohlenen Betriebstemperaturen enthalten.

 

Achtung Kondenswasser!
Achten Sie darauf, dass die Kameraausrüstung beim Wechsel von kalt nach warm beschlagen kann. Planen Sie genügend Zeit ein, dass sich die Ausrüstung langsam an die warmen Innentemperaturen anpassen kann. Sonst fotografieren Sie unter Umständen mit einem ungewollten Weichzeichner. Trocknen Sie Ihre Ausrüstung gegebenenfalls ab.

Achten Sie bei den Linsen und Filtern auf geeignete Linsenreinigungstücher. Nehmen Sie das Objektiv erst nach einer Aufwärmphase von der Kamera, sonst riskieren Sie, dass sich der Sensor beschlägt.  
Lassen Sie die Ausrüstung zunächst noch in der Fototasche, so erwärmt sich die Kamera langsam (allerdings kann dies recht lange dauern) und die Ausrüstung beschlägt weniger. Schneller geht’s mit einer dichten Plastiktüte. Einfach die Ausrüstung vor dem Betreten der wärmeren Umgebung in eine Plastiktüte stecken und gut verschließen.

Zusätzlich können Sie Trocknungsmittel (z. B. Silicagel) in der Fototasche und auch beim Aufwärmen in der Plastiktüte einsetzen. Dieses befindet sich meist in kleinen Papiertüten und sorgt dafür, dass ihre Ausrüstung möglichst trocken gehalten wird und dadurch eine Feuchtigkeitskondensation reduziert wird. Diese Trocknungsmittel bekommen Sie auch mit einem Farbindikator, sodass Sie an der Veränderung Farbe ablesen können, ob Sie das Trocknungsmittel erneuern oder regenerieren müssen.

 

Die richtige Kleidung!
Last, but not least - die richtige Kleidung! Fingerhandschuhe mit offenen Fingerkuppen (Fingerlinge, fingerlose Handschuhe) bieten einen guten Kompromiss zwischen Schutz vor Kälte und einem ausreichenden Tastgefühl. So haben Sie die Technik gut im Griff und opfern keine Gliedmaßen dem Frost. Achten Sie bei der Wahl der Kleidung darauf, dass diese zwar warm sein sollte, Sie aber bei Bewegung nicht unnötig ins Schwitzen kommen. Mehrere Kleidungsstücke übereinander nach dem Zwiebelschalenprinzip ist wohl die beste Lösung. Die Kleidungsstücke sollten zudem atmungsaktiv sein und auch bei Feuchtigkeit noch genügend Isolation bieten.

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