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Aktuelle Kameras (egal ob analog oder digital) bieten meist mehrere Belichtungsmessverfahren auf Basis der TTL-Technik an, sodass ausgehend von der Motivsituation das optimale Verfahren vom Fotografen ausgewählt werden kann.

  • Mittelbetonte Integralmessung
  • Spotmessung
  • Selektivmessung
  • Mehrfeldmessung

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren nur wenige Kameras mit einem Belichtungsmesssystem ausgestattet. Fotografen mussten entweder externe Belichtungsmesser verwenden oder die Helligkeit abschätzen, was relativ schwierig ist, da das menschliche Auge sich relativ flexibel an veränderte Lichtsituationen anpasst. Als Hilfe gab es hierzu auch entsprechende Merksätze, die jedoch nicht allzu genaue Ergebnisse brachten (z. B. Sonne lacht?! Blende acht!) oder entsprechende Tabellen auf z. B. Filmverpackungen. Durch den relativ hohen Kontrastumfang von Negativ-Filmen, vor allem SW-Filmen, und der Nacharbeit beim Ausbelichten im Fotolabor wurden meist auch aus etwas mangelhaft belichteten Negativen brauchbare Abzüge.
Deutlich exakter, aber auch wesentlich aufwendiger, war die Nutzung von externen Belichtungsmessern. Die Arbeit mit diesen Belichtungsmessern war nicht nur aufwendig, sie hatte auch den Vorteil, dass der Fotograf frühzeitig lernte, das Licht gezielt für die bildwichtigen Bereiche zu ermitteln. Mit der Einführung der TTL-Messung (Through the Lens) wurde die Arbeit mit externen Belichtungsmessern immer weiter zurückgedrängt und ist heute nur noch in einigen Sparten der professionellen Fotografie oder bei wenigen spezialisierten Amateuren zu finden.

 

 

Aktuelle Kameras (egal ob analog oder digital) bieten meist mehrere Belichtungsmessverfahren auf Basis der TTL-Technik an, sodass ausgehend von der Motivsituation das optimale Verfahren vom Fotografen ausgewählt werden kann.

  • Mittelbetonte Integralmessung
  • Spotmessung
  • Selektivmessung
  • Mehrfeldmessung

Die folgenden Artikel zeigen die Besonderheiten der einzelnen Belichtungsmessermethoden auf.

Zu den unterschiedlichen Messverfahren kommen Besonderheiten bei der Aktivierung, der Speicherung bzw. dem Zeitpunkt der Belichtungsmessung. Diese Unterschiede können im fotografischen Alltag durchaus relevant sein. Vor allem wenn eine Veränderung des Bildausschnitts vorgenommen wird. Meist kann dieses Verhalten der Kameras in den entsprechenden Menüs angepasst werden. Zusätzlich steht bei SLR-Kameras meist eine Taste zur Belichtungsspeicherung zur Verfügung, sodass die Belichtungsmessung jederzeit unabhängig von der Fokussierung erfolgen kann.

  • Fokussierung und Speicherung der Belichtung finden bereits bei halb gedrücktem Auslöser statt (z. B. bei vielen Canon SLRs als Standard)
  • Fokussierung und Speicherung der Belichtung finden erst beim Durchdrücken des Auslösers statt (hierbei verändern sich bei einer Veränderung des Bildausschnitts die angezeigten Belichtungswerte auch bei halb durchgedrücktem Auslöser)

 

 


Leserfrage

Bis jetzt habe ich hauptsächlich mit der Automatik oder diversen Programmeinstellungen fotografiert! Jetzt möchte ich meine Bilder aber manuell belichten, sprich Blende und Zeit manuell einstellen! Meine Frage hierzu lautet: Welche Messmethode verwende ich am besten? Mehrfach, Mittenbetont, oder Spot?

Antwort

Bei einer manuellen Einstellung im Betriebsmodus M würde ich die mittelbetonte oder die die Spotmessung verwenden, da hier gut nachvollziehbar ist, an welcher Stelle die Belichtung gemessen wurde. Die Ergebnisse der Mehrfeldmessung sind nicht immer genau nachvollziehbar, da in das Ergebnis weitere Parameter mit einfließen. Bei den Modi A und S würde ich hingegen in der Regel die Mehrfeldmessung verwenden, da diese meist gute Ergebnisse liefert und ein komfortableres Arbeiten als in der Spot- oder mittelbetonten Messung ermöglicht.

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