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In der analogen Fotografie war die Kleinbildtechnik mit einem Seitenverhältnis war ein 3:2 vorherrschend (Filmformat 24x36mm). Von diesem Filmformat abgeleitet entwickelten sich klassische Bildgrößen von 10x15, 20x30, 30x45.

Bei diesen Formaten war bei der Ausbelichtung ein relativ geringer Beschnitt des auf dem Negativ befindlichen Bildes gewährleistet.

Bei den meisten digitalen SLR-Kameras hat sich das aus der analogen Fotografie bekannte Format von 3:2 durchgesetzt (Ausnahmen z. B. Four-Thirds-Format bei Panasonic, Olympus). Im Kompaktbereich hat sich hingegen ein Seitenverhältnis von 4:3 durchgesetzt. Wird ein solches Bild auf ein 3:2 Seitenverhältnis gebracht, muss das Bild entweder gestreckt oder zugeschnitten werden. Ein Strecken des Bildes wird wegen der dadurch auftretenden Verzerrungen in der Regel vermieden. Daher ist es notwendig sich z. B. bei der Vergrößerung zu entscheiden, ob das gesamte Bild auf der Vergrößerung sichtbar sein soll. Dann muss das digitale bzw. das bei dem Bild vorliegende Seitenverhältnis gewählt werden. Eine klassische Bildgröße im Seitenverhältnis 4:3 ist das 15x20-Format. Hierbei würde bei einem 4:3-Bild ein möglichst geringer Beschnitt erfolgen. Für ein im 3:2-Format aufgenommen Bild, würde bei diesem Format ein Beschnitt erfolgen.

 

 

Bei einigen Kameras ist daher das Seitenverhältnis einstellbar und sollte, wenn keine weitere Bearbeitung am Computer erfolgt, dem Ausgabeformat angepasst werden. Meist stehen folgende Formate zur Auswahl: 4:3, 3:2 und 16:9.

 

Beispiel für den Beschnitt eines Bildes (Kompaktkamera mit 4:3-Sensorformat)

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Zu beachten ist, dass eine Veränderung des Seitenverhältnisses die maximale Bildauflösung der aufgenommenen Bilder reduzieren kann, da in diesen Fällen unter Umständen nur ein Teil der Sensors zur Verfügung steht. Zudem kann sich die effektive Brennweite verändern.

 

Anmerkung

Bei der Ausbelichtung oder dem Drucken der Bilder muss unabhängig von dem gewählten Format meist zusätzlich ein Beschnitt von etwa 2% gerechnet werden. Möchte man auch diesen vermeiden, so besteht die Möglichkeit das Bild mittels Bildbearbeitungssoftware mit einem entsprechenden Rahmen zu versehen, sodass der Motivbeschnitt bei der Ausgabe nur den angefügten Rahmen betrifft. Zudem bieten Fachlabore auf Wunsch eine Ausarbeitung ohne Beschnitt an. Für SLR-Fotografen gilt, dass dies etwa dem durch den Sucher gesehenen Bildausschnitt entspricht, denn optische Sucher haben nur selten eine 100%-Darstellung.

 

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