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Viele Filter, die in der analogen Fotografie unerlässlich waren, sind in der Digitalfotografie nur noch bedingt von Nutzen. Viele Effekt-Filter lassen sich heute besser kontrolliert in der Bildbearbeitung am PC erzeugen. Es gibt jedoch einige Filter, die nach wie vor ihre Einsatzberechtigung haben (z. B. Polfilter, ND-Filter, Graufilter, Grauverlaufsfilter…) und nicht am Rechner simuliert werden können. Der Artikel bietet eine Übersicht zum Thema "Filter in der Fotografie". Die weiterführenden Links bieten die Möglichkeit sich weitergehender in das Thema einzuarbeiten.

Bauformen, Begriffe und technische Besonderheiten von Filtern

Schraubfilter

Es lassen sich vor allem zwei verschiedene Bauformen von Filtern unterscheiden. Die häufigste Form ist der Schraubfilter. Diese wird in das Filtergewinde des Objektivs eingeschraubt. Hierbei muss der Filterdurchmesser mit dem Objektivgewinde übereinstimmen. Die Größe der Filtergewinde wird in Millimetern angegeben. In der (digitalen) Kleinbildfotografie lassen sich vor allem folgende Größen finden: 49mm, 55mm,  58mm, 62mm, 67mm, 72mm, 77mm, 82mm, 86mm.

Steckfilter

Eine andere Form von Filtern sind Steckfilter. Hierbei werden die Filter in einen speziellen Filterhalter eingeschoben (z. B. Beispiel das Cokin-Filtersystem). Die Filter bestehen bei diesem System nicht nur aus Glas. Auch Kunststofffilter in verschiedenen Dicken bis hin zu Folien sind zu finden. Vor allem extreme Weitwinkelobjektive haben zum Teil einen speziellen Filterschacht im Inneren des Objektivs integriert. Dadurch werden Probleme mit stark gewölbten Frontlinsen und der Vignettierung reduziert.

Filteradapter

Mit Hilfe von Filteradaptern können Schraubfilter auch an andere Objektivdurchmesser angeschlossen werden. Damit können Sie einen Filter an verschiedenen Objektiven nutzen. Hierbei passt jedoch häufig die Gegenlichtblende des Objektivs nicht mehr. Auch der mitgelieferte Objektivdeckel passt bei diesen Filtern nicht. Achtung! Es ist nur sinnvoll größere Filter auf kleinere Objektivdurchmesser mit Hilfe eines Adapters zu verwenden. Auf den Adaptern finden sie zwei Angaben. Diese geben die Größe des Innen (hier kommt der Filter rein) - und des Außengewindes (diese Gewinde muss am Objektiv vorhanden sein) des Adapterrings an. Die Bezeichnung 52-->55 eines Adapters gibt an, das ein 55-er Filter an einem 52-er Objektiv adaptiert werden kann.

Dicke der Filterfassung

Bei extremen Weitwinkelobjektiven ist es zudem wichtig, dass die Filterfassung nicht zu dick ist. Dies könnte zur Abschattung in den Randbereichen führen. Der Nachteil von dünnen Filterfassungen ist, dass die üblichen Objektivdeckel keinen Halt finden und unter Umständen nicht mehr verwendet werden können. Filter mit einer besonders dünnen Filterfassung sind häufig als  "Slim-Line" gekennzeichnet.

Verlängerungsfaktor (Filterfaktor)
Einige Filter lassen nur einen Teil des Lichts durch. Dies würde bei gleich bleibenden Parametern wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Zahl zu einem dunkleren Bildergebnis führen. Die meisten aktuellen Kameras verfügen jedoch über eine TTL-Messung (Through the Lens). Bei dieser Messung wir der eingesetzte Filter automatisch mit in die Belichtungsmessung mit einbezogen und die Kamera wird (zumindest in den Automatikprogrammen) mit Veränderung von Belichtungszeit, Blende oder ISO-Zahl die Belichtung so kompensieren, dass eine gleich bleibende Belichtung gewährleistet wird. Der Verlängerungsfaktor (Filterfaktor) gibt an, um welchen Wert Belichtung, Blende oder ISO-Zahl verändert werden muss, um die Belichtung konstant zu halten.

Weitere Informationen zu Filtern in der Fotografie finden Sie u. a. unter wikipedia.org Filter(Foto)

Auch auf den Seiten der Filter-Hersteller finden sich weitere Informationen:

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